Künstliche Intelligenz in der Musik: Wie KI Künstler arbeitslos macht
Die Popwelt steht vor einer Revolution: Künstlich erzeugte Musik und elektronische Stimmen erobern die Charts. Wie viel zählt „Echtheit“ noch? Und wi…
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Fakten
- Die Popwelt steht vor einer Revolution: Künstlich erzeugte Musik und elektronische Stimmen erobern die Charts.
- Das Album „Is This What We Want?“ veröffentlicht im Frühjahr 2025, war in Großbritannien ein mittelgroßer Hit: Platz 38 in den offiziellen Album-Download-Charts.
- Die Künstler demonstrierten damit gegen den Plan der britischen Regierung, großen US-Techkonzernen zu erlauben, ihre mit künstlicher Intelligenz befeuerten Sprach- und Musikmodelle mit den ganz realen Stimmen britischer Musiker zu trainieren.
- Die deutsche Firma Steinberg hat die neue Version ihrer populären Musiksoftware Cubase veröffentlicht. In Cubase 15 ist erstmals ein Tool enthalten, das Produzenten in die Lage versetzt, maßgeschneiderten Gesang zu erzeugen.
- Das Werkzeug „Omnivocal“ aus den Labors des Steinberg-Mutterkonzerns Yamaha ist ein virtuelles Instrument für Singstimmen.
- Suno wirbt für „ultra-realistische Stimmengenerierung mit zu 99 Prozent menschenähnlicher Qualität“.
- Die jüngere Generation würdigt Authentizität ohnehin schon weit weniger als die ältere. Erfolg hat, was gefällt.
- 97 Prozent der Befragten den Unterschied zwischen KI-Musik und „echter“ Musik nicht in einem Blindtest erkannten.
- 73 Prozent aller bei Spotify erfolgreichen deutschen Künstler entstammen dem Genre Deutschrap.
- Elektronische Musik kommt nur auf 12 Prozent, während traditioneller Rock mit knapp 3 Prozent nicht mehr ins Gewicht fällt.
- Für Musiklabels sind KI-Modelle kostengünstiger als „Hired Guns“, also angemietete Studiomusiker und -sänger.
- Der GEMA-Vorsitzende Tobias Holzmüller mahnte im ZDF: „Man darf nicht vergessen, der einzige Grund, warum es diese KI gibt, ist, dass Generationen von Musikerinnen und Musikern Werke geschrieben haben. Die hätten gar nicht verwendet werden dürfen.“
- Ein deutsches Gericht hat dem ChaGPT-Mutterkonzern OpenAI untersagt, Liedtexte lizenzfrei für KI-Anwendungen zu nutzen.
- Die Branche verhandelt ihre Spielregeln neu – und ist gespalten. Viele Künstler wettern gegen KI, andere umarmen sie.
- Der legendäre US-Produzent Timbaland schuf mit der KI-Künstlerin „TaTa“ einen virtuellen Popstar und kündigte an, er werde nicht mehr nur Songs produzieren, sondern „Systeme, Stories und Stars von Grund auf“.
- Die Technologie hat die Kinderschuhe längst hinter sich gelassen. Sie ist massentauglich.
- Randy Travis hatte 2013 einen Schlaganfall erlitten, konnte seitdem nicht mehr singen. Im Mai 2024 veröffentlichte er jedoch einen neuen Song namens „Where That Came From“. Seine Stimme wurde dafür von einer KI präzise nachempfunden.
- Die menschliche Stimme war lange das letzte wirklich unverwechselbare Persönlichkeitsmerkmal im Pop – ein unkopierbarer Gefühlsgenerator.
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